Hardware Hausautomatisierung Software

Hausautomatisierung mit Home Assistant

Schon länger wünschte ich mir eine gewisse Art der Hausautomatisierung. Allerdings hat es mich stets abgeschreckt, mit OpenHAB widerliche Java Software anzufassen. Eine Lösung auf Basis einer amerikanischen Cloud (Google Assistant, Alexa und co.) kommt natürlich genauso wenig in Frage. Home Assistant habe ich zwar auch schon eine Weile auf dem Schirm, aber es bislang nicht geschafft, mir die Software mal näher anzusehen. Bis jetzt. Motiviert durch die Tatsache, dass viele meiner Gerätschaften bereits smart sind und laut Dokumentation bereits nativ von Home Assistant unterstützt werden dürften, hab ich angefangen, herumzuexperimentieren

Home Assistant Bootscreen (VM)

Vor einem Jahr (!) habe ich mir ein Argon One Gehäuse für einen Pi 4 gekauft, das seitdem ungenutzt herumlag. Das Schöne an diesem ist, dass es mit Wärmeleitpads CPU/GPU thermisch mit dem Metallgehäuse koppelt und zusätzlich ein via I²C ansteuerbarer Lüfter verbaut ist. Dies senkt die CPU Temperatur auch ohne Lüfter schon um 20-30°C. Die GPIO Pins sind hinter einer magnetisch befestigten Klappe zugänglich. Alle Anschlüsse werden über ein Daughterborad hinten herausgeführt. Das macht das Gehäuse auch ideal, um den Pi als Workstation zu betreiben.

Home Assistant installieren

In Sachen Installation kann ich den Getting Started Guide wärmstens empfehlen. Da ich ohnehin vorhatte, den Raspberry Pi 4 zu verwenden, habe ich mich logischerweise für die Variante “Home Assistant OS” entschieden, die man als Image direkt auf die SD-Karte kopiert. Danach bootet der Pi direkt das System und man kann die ersten Gehversuche starten. Tatsächlich kann man sofort auch headless mit dem System arbeiten. Ich habe bis zum heutigen Tage noch nie einen Monitor und/oder Tastatur anschließen müssen.

Zugriff auf den Home Assistant erhält man via http://homeassistant:8123, bzw. über den DNS Eintrag, sofern man ihn angelegt hat. Sollte beides in restriktiveren Netzwerken nicht funktionieren, geht es natürlich auch direkt über die IP-Adresse.

Im folgenden “Onboarding” Schritt fragt HA Sachen wie Benutzername / Passwort sowie aktuellen Standort ab. Anschließend listet er schon die ersten erkannten Geräte auf, die automatisch entdeckt wurden. Ich wollte primär erstmal mit meinen WLED Beleuchtungen rumspielen, war aber auch erstaunt, wie viele Geräte bei mir scheinbar schon smart sind und direkt von Home Assistant angesteuert werden können.

Die ersten (Automatisierungs-) Gehversuche

Im Folgenden bringt einem der Guide die Automatisierungen näher. Konkret geht es um eine Automatisierung, die zum Sonnenuntergang das Licht einschaltet und um die Präsenzerkennung. Letztere nutzt die Home Assistant App zur Standorderkennung. Dazu wird das mobile Gerät einem Person-Objekt zugeordnet. Nun kann der HA in Triggern und in Bedingungen auf Änderungen am Standort reagieren. Dies soll einem natürlich die Arbeit mit den Automatisierungen näher bringen.

Automatisierungsformular

Diese kann man sich über die Web-GUI zusammenklicken oder – später mit noch mehr Möglichkeiten – auch als YAML code runter schreiben.

alias: Licht bei Sonnenuntergang einschalten description: '' trigger: - platform: sun event: sunset offset: '-1:00' condition: - condition: state entity_id: person.marcus_scholz state: home action: - service: script.moodlight_neutral mode: single
Code-Sprache: YAML (yaml)

So ausgestattet, kann man sich nun auf das Installieren und Einbinden von weiteren Sensoren und Geräte konzentrieren. Hier wird es auch noch den einen oder anderen Artikel zu besonderen Herausforderungen geben, die ich auf meinem Weg zur vollautomatischen Behausung gemeistert habe – oder auch nicht.

Autor

Seit Kindheitstagen ist der Computer sein Begleiter. Was mit Linux anfing, wurde 2005 ein/e Beruf/ung, die weit über den Arbeitsplatz hinausgeht. Durch stetige Weiterentwicklung fasste er auch im *BSD Segment Fuß und bietet mittlerweile professionelle Lösungen im Bereich Hosting, Networking und Infrastruktur an. Als Ausgleich beschäftigt er sich neben Computerspielen mit der Fotografie.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.