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Needs more Blinkenlights! !!11EINSELF

Blinkenlights

Um die Langeweile am Osterwochenende zu kontern, kam ich auf die Idee, meine Elektronikbastelkiste durchforsten und zu sortieren. Dabei kamen exzessive Mengen an LEDs und diverse Mikrocontroller zum Vorschein. Deshalb ich mich daran gemacht, mehr Blinkenlights in der Wohnung zu deployen.

Ich hatte so was durchaus schon mal vor – deswegen ja auch die “Lagerbestände”. Seinerzeit wollte ich mir selbst was mit auf Arduino-Basis basteln und hatte mir das FastLED-Demos Repo dazu angeschaut. Denn neben vielen, kleinen Demos sind da auch die Sketches notasound und notamesh drin. Diese vereinen viele Effekte in sich und können mit einer IR-Ferbedienung umgeschaltet werden.

Als ich aber das Repo aktualisiert habe, bin ich über folgenden Hinweis gestolpert:

Update: April 2020. I am stopping work on my ‘notasound/notamesh’ large demos in favour of supporting WLED (at wled.me).

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Blinkenlights just work

Diese WLED Software ist wirklich sehr sophisticated und beeindruckend. Sie kommt mit über 100 Presets daher – die meisten farblich und in Punkto Geschwindigkeit und Effektintensität anpassbar. Es lassen sich Presets definieren und diese können auch automatisch durchrotieren. Man kann die Helligkeit global global einstellen und die LED Streifen/Ketten in logische Segmente unterteilen. Das klingt alles schon nicht schlecht, nicht wahr? Ansteuern kann man all dies über das Webinterface, über Hausautomationssysteme wie Home Assistant oder per Handyapp (Android / iPhone). Unter der Haube ist die Software aber noch viel leistungsfähiger.

Neben der Anzahl der anzusteuernden LEDs kann man hier vor Allem die Stärke des verwendeten Netzteils angeben und die Maximalbelastung einer einzelnen LED. Daraus wird dann das Helligkeitsspektrum berechnet, in dem WLED die Streifen ansteuert. Dies schützt auch den ESP, sollte man die LED Streifen testweise dort angeschlossen haben. das sollten aber dennoch nicht zu viele sein. Auch Art der LED Streifen und die Reihenfolge der einzelnen Farben ist konfigurierbar. Sehr praktisch.

Hat man mehrere WLED-ESPs im Einsatz kann man die Effekte von einem Gerät zu anderen im gleichen Netzwerk synchronisieren, dazu announced ein Gerät dann seine Einstellungen via Broadcast an die anderen.

Blinkenlights per Webbrowser steuern.
Blinkenlights per Webbrowser steuern.

Pixeldaten aus Fremdquellen senden

Hier wird es jetzt richtig fancy. Neben der Möglichkeit, die internen Presets mit allen Anpassungsmöglichkeiten zu nutzen, kann man auch direkt Daten aus externen Quellen auf die LEDs streamen. Direkt mit Farbwerten in UDP Paketen oder mit DMX Daten im i3.13 Format. L

Taktsynchrone Blinkenlights zur Musik

Besonders hervorheben möchte ich hier noch LedFx. Dieses Stück Python code lässt sich via pip3 installieren und startet auf dem lokalen Rechner einen Daemon mit Webservice, den man nun per Webbrowser auf Port 8888 ansteuern kann. Nun wählt man entweder einen Eingang-Kanal von ALSA oder Pulseaudio aus, bzw. den Monitor Channel eines Ausgabekanals. Man will im Falle von Pulseaudio sicherlich das Tool ‘pavucontrol’ bemühen, um dies zu konfigurieren.

LedFx analysiert Audiodaten und schickt Visualisierungen über i3.13 DMX auf die LED Streifen.
LedFx analysiert Audiodaten und schickt Visualisierungen über i3.13 DMX auf die LED Streifen.

Jetzt analysiert LedFx die empfangenen Audiodaten, und generiert Visualisierungsdaten, die per DMX an die WLED-Controller gestreamt werden können. Das funktioniert mit beeindruckend geringer Latenz und sieht wirklich toll aus. Natürlich können auch hier mehrere Controller mit unterschiedlichen Patterns taktsynchron betrieben werden.

Will man wirklich viele LEDs ansteuern, sollte man jedem Gerät ein eigenes DMX Universum zuweisen – sowohl in den WLED Einstellungen, als auch in den Devices im FastLed. Dann funktioniert das getesteterweise mit bis zu je 300 RGBW-LEDs.

Das läuft mit ein bisschen Gefrickel auch auf einem Raspberry Pi 2 oder höher, erfordert dann aber natürlich eine USB-Soundkarte, auf die der (unprivilegierte) User auch Zugriffsrechte haben sollte.

Einbindung in Heimautomationssysteme

Ferner bietet WLED auch noch Integration für MQTT-Broker, Philips Hue, Alexa und co. Wie gut das funktioniert, kann ich (noch) nicht sagen, zumal mich hier auch bestenfalls MQTT interessiert.

Was ich aber sagen kann ist, das HomeAssistant von Haus aus halbwegs brauchbare Integration für WLED mitliefert. Zumindest sahen die ersten Gehversuche vom Reverend recht vielversprechend aus. Und MQTT tut auch erst einmal, was es soll. Hier könnte in Zukunft noch mehr auf dem Blog zu kommen.

Außerdem will ich auch noch ~600 LEDs im Wohnzimmer in Streifenform deployen – für das richtige Partyfeeling. Hier scheitert es nur noch an Problemen der physischen Umsetzung. Ich muss den Strom von beiden Seiten in die Streifen einspeisen, um eine sichere Versorgung zu gewährleisten. Das heißt, ich muss noch ein weiteres Kabel verlegen. Außerdem befindet sich eine passende PSU erst im Zulauf aus China.

Autor

Seit Kindheitstagen ist der Computer sein Begleiter. Was mit Linux anfing, wurde 2005 ein/e Beruf/ung, die weit über den Arbeitsplatz hinausgeht. Durch stetige Weiterentwicklung fasste er auch im *BSD Segment Fuß und bietet mittlerweile professionelle Lösungen im Bereich Hosting, Networking und Infrastruktur an. Als Ausgleich beschäftigt er sich neben Computerspielen mit der Fotografie.

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