Dieser Artikel lag jetzt schon eine ganze Weile seit dem Urlaub unfertig herum. Ursprünglich wollte ich ihn zusammen mit den Fotos veröffentlichen. An der Front werde ich aber derzeit von einer defekten Festplatte im NAS ausgebremst. Das hatte ich in der Folge heruntergefahren, um Datenverlust vorzubeugen. Daher gibt es hier auch bislang nur Handyfotos zu sehen. Tatsächlich war ich seitdem sogar nochmal „drüben“.

Lang war er her, der letzte Urlaub, so war es höchste Zeit, den hiesigen, höllischen Temperaturen zu entfliehen und in den kühleren Süden zu entfliehen (~37°C vs. ~24°C!!) – genauer in Spaniens Norden nach Galizien.

Der Sommer war auch in Spanien im Landesinneren ziemlich gnadenlos mit der Vegetation.
Der Sommer war auch in Spanien im Landesinneren ziemlich gnadenlos mit der Vegetation.

Eine Investition ins Reisen ist eine Investition in dich selbst.

Matthew Karsten

Geflogen bin ich mit meiner Tochter und habe die Familie meiner Schwester besucht. Ein bisschen eine Kombination aus Familienurlaub, Fitnessprogramm und Selbstfindung aus der Depression.

Erholung ohne zu rasten – körperlich wie geistig

Tagsüber Strandurlaub und Kinderbespaßung, abends/nachts lange Spaziergänge – mit Sound auf den Ohren und Kamera am Mann. Und dazwischen lesen und die Seele baumeln lassen. So habe ich – nach Jahren – mal wieder 2 Unterhaltungsbücher gelesen. Im Alltag dominieren sonst eher Fachliteratur und Dokumentation.

Strand mit Palmen und Tretboten
Strand mit Palmen und Tretboten

Zur Zerstreuung hatte ich 2 mobile Spielkonsolen dabei und natürlich auch mein Notebook. Besonders stolz bin ich auf darauf, dass ich letzteres lediglich 4 mal aufgeklappt habe. 3 mal sogar ausschließlich dafür, um die Speicherkarte der Kamera zu entleeren und die Fotos hochzuladen.

Hier soll es aber primär um die Foto-Touren gehen.

Ausrüstung

  • die gute, alte Canon 500D Spiegelreflexkamera inkl. Objektive
  • Fernauslöser
  • GPS-Logger auf dem Telefon
  • Maglite ML300L-S3016 Taschenlampe mit Gürtelhalterung
  • Bose QuietComfort 35 II Kopfhörer
  • Stativ (war leider zu schwer für den schon recht vollen Koffer)
  • Smartwatch, die Schritte, Puls und etc. trackt
  • wetterfeste Kleidung
  • Schuhe, die das Abendteuer nicht überlebt haben

Zwingend notwendig erscheinen die Kopfhörer und die Taschenlampe auf den ersten Blick nicht, erstere sind es tatsächlich auch nicht, mit Musik läuft es sich aber angenehmer – insbesondere, wenn man damit die Außenwelt ausblenden kann. Bei der Taschenlampe sah das schon etwas anders aus. In weniger belebten Gegenden gibt es in Galizien häufig nur sehr schmale Gehwege, in abgelegenen Wohngegenden teilweise sogar gar keine. Straßenbeleuchtung ist dort auch nicht immer vorhanden. Zu guter letzt kann man mit ner Maglite nicht nur zwielichtiges Volk durch Blenden verwirren, sondern im Notfall auch hart zuschlagen. Das blieb mir aber zum Glück erspart.

Der GPS-Logger läuft die ganze Zeit mit und speichert die Position und die Uhrzeit, die Uhr der Kamera ist eingestellt auf die Ortszeit, um später in Lightroom die Fotos mit Geokoordinaten versehen zu können. Wie mein Foto-Workflow aussieht, habe ich auch bereits gebloggt.

GPS Tracks auf einer OpenStreetMap Karte dargestellt.

Den Fernauslöser benutze ich, um die Kamera für Langzeitaufnahmen wackelfrei auslösen zu können, ohne auf den Selbstauslöser zurückgreifen zu müssen. Ferner ermöglicht er Belichtungszeiten von über 30s. Hiervon habe ich auch rege Gebraucht gemacht.

Ria da Coruna bei Nacht
Ria da Coruna bei Nacht

Bereit? Alles dabei? Dann los!

Der „ruhige“ Teil des Tages begann für mich immer dann, wenn alle Kinder schlafend im Bett lagen. Dies variierte durchaus. Die ersten Tage bin ich einfach vor die Tür getreten und in eine beliebige Richtung losmarschiert. Verlaufen ist ja quasi unmöglich heutzutage mit Smartphone in der Tasche – EU Roaming sei Dank.

Im weiteren Verlauf habe ich meine nächtlichen Touren sogar ein wenig geplant. Ich habe so regelmäßig (im Schnitt jeden 2. Tag) bis zu 20km zu Fuß zurück gelegt. In der Folge habe ich so sogar – trotz leckerer, reichhaltiger Schlemmerei – etwas abgenommen. Das war das erste mal, dass ich im Urlaub nicht zugenommen habe.

Ich habe mir angewöhnt, die Umgebung im 3:2 Seitenverhältnis zu betrachten. Das Motiv fliegt mir so quasi von alleine zu. Wenn ich denke, dass so ein schönes Foto entstehen könnte, halte ich quasi nur noch drauf. Für die Langzeitbelichtungen muss ich den Viewport – mangels Stativ – noch in eine Linie mit einem möglichen Ablageort für die Kamera in Einklang bringen.

Pic, or it didn’t happen!!11einself

Eine Auswahl der Fotos werde ich garantiert noch veröffentlichen – da sind wirklich nen paar kleine Schätze dabei.

In der Zwischenzeit könnt Ihr Euch die Fotos aus 2017 ansehen.