Heute widme ich mich mal einigen kleinen Software-Helferlein, die sich bei meiner täglichen Arbeit bewährt haben und das Betriebssystem sinnvoll in der Funktionalität erweitern.

Tilda

Was mich schon damals zu Gamerzeiten bei Spielen wie Quake, Half-Life, Counter-Strike und co. sehr angemacht hat, war die Konsole, die man sich mit der Taste “^” vom oberen Bildschirmrand ausfahren konnte. Sowas gibts natürlich auch für KDE und Gnome und hört dann auf den Namen yakuake oder tilda. Beides kann über die Paketverwaltung der meisten gängigen Distributionen nachinstalliert werden. Somit ist es möglich mit einem (definierbaren) Tastendruck (default: F1) sofort eine Shell in den Vordergrund zu holen und wieder verschwinden zu lassen um fix auf der Konsole einen Befehl abzusetzen oder etwas nachzugucken. Das ist natürlich vor allem dann sinnvoll, wenn man wie ich unter Linux sehr viel auf der Konsole arbeitet, alleine, weil ich schneller tippen, als mit der Hand zur Maus greifen, zielen, durch Menüs hangeln und klicken kann.

Launchy

Das sehr fexibel einsetzbare launchy ersetzt den “Ausführen”-Dialog von Linux, Windows und co. und läuft auf allen “großen” Betriebssystemen. Per Tastaturkombination (default: Strg + Space) öffnet sich in der Bildschirmmitte ein kleine Eingabezeile, auf der der Name eines Programms, eine simple Rechenoperation oder eine URL eingegeben werden kann. Das Programm sucht bei jedem Tastendruck nach Treffern und liefert sofort Icon + Name des gewünschten Tools um es dann mit <Enter> sofort zu starten. Bei Mehrdeutigkeiten bietet es eine drop-down Liste mit den Treffern an. Weiterhin kann man z. B. “fire” tippen, bekommt Firefox als Anwendung angeboten, kann dann auf <Tab> drücken und direkt eine Url als Parameter mit übergeben. Das funktioniert mit fast allen Programmen problemlos und stellt eine sehr schnelle und effiziente Art der Anwendungsverwaltung dar und ist jedem Startmenü oder Dock überlegen.

gnome-launch-box

Alternativ dazu gibt es unter ubuntu noch die gnome-launch-box (ubuntu, debian, source), die zwar auch in den Ergebnislisten Dokumente aus dem home-Ordner auflistet, dafür aber andere Features vermissen lässt und händisch via System -> Einstellungen -> Tastenkombinationen einem Shortcut zugewiesen werden muss.

Radiotray ist ein toller, minimalistischer Webradio Player für den Gnome-Tray. Rechtsklick -> Sender einstellen: Simple GUI um Stream-URLs einzugeben und mit Namen für das Dropdown Menü zu versehen. Linksklick öffnet die Liste der eingegebenen Sender. Kennt nur die Status “Abspielen” / “Aus”. Wunderbar, genau das was ich will, wozu soll nen Totem/Mplayer/VLC/was-weiss-ich womöglich mit Visualizer mitlaufen, nur um ein bisschen Web-lala zu hören.